Sommertour 2018

Sie taten es erneut, aber dieses Mal zu viert

Die RV-Rentnergruppe hat sich auch im 120. Jubiläumsjahr des RV 1898 Kirrlach wieder zu
ihrer jährlich stattfindenen, mehrtägigen Rennrad-Tour aufgemacht.
Ziel war wieder Torbole, am Ufer des wunderschönen Gardasees.
Also alles wie gehabt fragt sich der geneigte Leser? Nein, mitnichten!
Aus dem bisherigen „flotten Dreier“ wurde erstmals ein „rasender Vierer“ und die Route war selbstverständlich auch eine andere.

In Anlehnung an die Tour de France wurde Reute in Tirol als „Grand Départ“ bestimmt.
Da im Gegensatz zu den Profirennfahrern jedoch kein Versorgungstross zur Verfügung stand,
mussten die, mit allen notwendigen Reiseutensilien, prall gefüllten Rucksäcke selbst
geschultert werden.

Die erste Etappe startete also von Reute aufwärts Richtung Warth und sollte durch die beiden
mondänen Skiorte Lech und Zürs über den Flexenpass sowie den fast 1800 Meter hohen Arlbergpass bis nach St. Anton führen.
Nachdem Lech erreicht war, stoppte ein heftiges Unwetter mit sintflutartigen Regen- und Hagelschauern sowie darauffolgende Murengänge die Weiterfahrt per Rennrad.
Gerade noch rechtzeitig konnte ein Linienbus bestiegen werden um das Tagesziel St.-Anton
zu erreichen.
Wie sich später herausstellte, galt die Straße kurz nach Passage des Busses als unbefahrbar
und mußte von den niedergegangenen Schlamm- und Geröllmassen gesäubert werden. Nochmals Glück gehabt!
Keiner der vier „Radler“ hatte je zuvor ein solches Naturereignis erlebt.

Den Unbilden dieses Extremwetters trotzend, wurde die zweite Etappe, gut ausgeschlafen
und bei trockener Witterung, in Angriff genommen.
Mit Blick auf das Stanzertal und auf zum Teil in Nebelschwaden gehüllte 3000er Bergmassive, ging es an Pettneu und Flirsch vorbei zunächst nach Landeck und dem Inn flussaufwärts
folgend nach Martina an der Schweizer Grenze.
Die Trinkflaschen mit frischem Wasser aufgefüllt machte die Gruppe sich auf, die Kehren zur Norbertshöhe (1405 m) und den darauffolgenden Reschenpass zu bezwingen.
Vorbei am Reschensee, mit dem weltbekannten Kirchturm und dem schneebedeckten, über
3900 Meter hohen Ortler als Fotomotiv im Hintergrund, wurde das Tagesziel Prad am
Stilfser Joch angesteuert.
Die Versuchung, den 2757 Meter hohen „Stelvio“ zu bezwingen, war mehr als gering.
Den Verlockungen eines Biergartens jedoch, mit all seinen flüssigen und festen Genüssen,
erlag man hingegen gern.

Eppan war als Zielort der dritten Etappe auserkoren. Also rollte man auf dem sanft abfallenden Etschtalradweg, vorbei an endlosen Apfelplantagen im Vinschgau, zunächst nach Meran, zum schon obligatorischen Cappuccino in der Fußgängerzone.
Die Mittagssonne erleuchtete den Geist der „rasenden Vier“, sodass sie den Weg über Bozen
wählten, anstatt wie in der Vergangenheit, den steilen und schweißtreibenden Anstieg vor
St. Pauls.
Nach der Zimmerbelegung im Hotel und ohne Gepäck auf dem Rücken, dafür jedoch mit Badehosen ausgestattet, bestiegen die unersättlichen Rentner erneut ihre Räder. Es galt die Devise: Wer als erster die Höhen über Eppan bezwingt, darf als erster das Eintauchen in den Montigglersee genießen. Dies versprach den Akteuren Abkühlung nach einem heißen Tag.

Etappe vier brachte die „Pedaltreter“ ziemlich unspektakulär an Kaltern und Trento vorbei
zum Zielort Torbole, am nördlichen Ende des Lago di Garda.
Aber halt: Was heißt schon unspektakulär?
Zum einen ist der Ausblick beim alljährlichen Kaffegenuss am Domplatz in Trento und zum anderen der unbeschreibliche Anblick, vom Passo San Giovanni kommend, auf den unten liegenden See mehr als spektakulär!

Wie auch immer, am Ziel angekommen überwog der Stolz auf die vollbrachte Leistung und entschädigte für die Strapazen wie das ständig wechselnde Panorama.
Majestätische Berggipfel im ewigen Eis und Schnee, sattgrüne Täler oder Sehenswürdigkeiten wie etwa der Kirchturm im Reschensee, das Städtchen Glurns mit seiner gut erhaltenen Stadtmauer oder die vielen anderen Postkartenmotive wurden im Gehirn abgespeichert und bleiben jederzeit abrufbar!

Wer jetzt denkt das wärs gewesen irrt.
Natürlich lagen die Hobbysportler nicht nur am Seeufer. Sie erkundeten die nähere und
fernere Umgebung auf der Suche nach radsportlichen Herausforderungen.

So führte die erste Tagesrundfahrt an den von Extremkletterern genutzten Steilwänden bei
Arco entlang über Dro nach Sarche, am Aufstieg zur spektakulären Schlucht des Sarca-Tals.
Über mehrere Kilometer schlängelt sich hier das Asphaltband, mit überhängenden Fels-formationen versehen, hoch nach Ponte Arche.
Aufs neuerliche wurde die Kondition beim Anstieg über Fiave zum Passo Balino geprüft.
Nochmals eine echte Herausforderung in der mittäglichen Sommerhitze!

Ein echter Traum für so manchen Rennradfahrer geht in Erfüllung sobald er sich auf einer
kurven- und serpentinenreichen Abfahrt befindet. So auch auf der Strecke am türkisfarbig schimmernden Tennosee vorbei, hinunter nach Tenno mit seinem prägnanten Burgturm und
weiter nach Riva del Garda.

Tags darauf gingen die vier „rasenden“ RV-Rentner auf Entdeckungsfahrt auf der westlich
des Gardasees gelegenen Straße von Riva del Garda in Richtung Süden.
Wie an einer Perlenkette reihen sich hier zum Teil kilometerlange Tunnel und Gallerien
aneinander. Nur unterbrochen von kurzen Abschnitten in denen sich kleine, dafür aber um so bekanntere Ortschaften wie zum Beispiel Limone, an die Felswände des steilen Westufers schmiegen.
Bis Maderno bewegten die Muskeln die Pedale, wandelten jede Kurbelumdrehung in Vorwärts- bewegung um sich dann, während der Schiffspassage nach Torri del Benaco auf der gegen-überliegenden Seeseite, ausruhen und erholen zu dürfen.
Unterstützt durch den bei Surfern so beliebten Südwind „Ora“ ging es auf der Ostseite des
Gardasees über Malcesine in schneller Fahrt zurück zum Ausgangspunkt in Torbole.

Die Gedanken kreisten beim abendlichen Abschiedsessen bereits um mögliche Touren für
nächstes Jahr. Es liegen ja immer noch viele nicht realisierte Vorschläge auf dem Tisch!

Zu guter letzt noch einige Angaben die nicht fehlen dürfen:

Gesamtstreckenlänge: 566 km
Höhenmeter gesamt: 4220 Hm

45. Berglauf auf den Königstuhl

Dieses Jahr waren wir in Neckargemünd mit 3 Mannschaften am Start.
Die Aufgabe war klar. Auf einer Strecke von 11,8 Km waren 450 Höhenmeter, so schnell
wie möglich zu überwinden. Wobei die Laufzeit ( Läufer) plus die Fahrzeit des Bikers das Egebnis für die Wertung ergeben.
Um 14:00 wurden die Biker und um 14:15 die Läufer auf die Strecke geschickt. Das Wetter war angenehm und die Strecke trocken.
Und wieder konnten sich unsere Mannschaften im Feld der starken Bergfahrer und Bergläufer sehr gut behaupten.
Mixed Wertung:
Platz 5 von 16, Natalie Hagemeister und Federico Guagliano in 1:32:49 Std.
Männer Wertung:
Platz 16 von 36, Felix Schönecker und Sebastian Kienle in 1:35:58 Std.
Platz 20 von 36, Michael Steinle und Daniel Heinzmann in 1:37:40 Std.
Erwähnenswert noch der Platten von Federico der Ihm den sicheren 3. Platz in der Fahrerwertung kostete.

Alle Bilder findet ihr hier >>einfach auf das Vorschaubild klicken!

MTB Rennen Kühlsheim

Spontan ging unser Fahrer Federico beim 12h Mountainbike Rennen in Kühlsheim / Main-Tauber Kreis an den Start. Zusammen mit seinem befreundeten Teampartner ging es abwechselnd auf die Runde. Nach einem zurückhaltenden Rennbeginn im ersten Drittel (Platz84), kämpften sich beide von Stunde zu Stunde nach vorne. Als Endresultat für die stundenlange Quälerei stand am Ende der 12 Platz in der 2er Wertung zu buche. Alle Achtung und herzlichen Glückwunsch für das erste große MTB Rennen.

62. Kirrlacher Kriterium

Das 62. Kirrlach Kriterium findet dieses  Jahr am 16. September statt. Start und Ziel wie immer in der Kaigartenalle vor dem alten Depot. Wir bedanken uns bei unseren Sponsoren für Ihre finanzielle Unterstützung, damit diese Veranstaltung wie jedes Jahr mit der gleichen Qualität durchgeführt werden kann. >>> Termin Details

Schwarzwald Ultra Bike

Bei optimalen Bedingungen fand am Wochenende (15.- 17. Juni) das 20. Jubiläum des Black Forest Ultra Bike Marathon in Kirchzarten statt. Eines der größten und stimmungsvollsten Mountainbike Veranstaltungen in Europa mit 4.916 Teilnehmern aus 18 Ländern.
www.ultrabike.de
Am Freitag begann das Jubiläums Rennwochenende mit der Deutschen Meisterschaft Eliminator Sprint in der Fußgängerzone in Kirchzarten. Der Samstag stand im Zeichen der Nachwuchsförderung mit dem Schwarzwälder Kids Cup mit den Altersklassen U9-U15.
Am Rennsonntag unterstützten etwa 20.000 Zuschauer an Start, Ziel und auf der Strecke die teilnehmenden Rennfahrer. Unser Fahrer Frederico Guagliano belegte dabei auf der neu aufgelegten Gravel Track Strecke (50km/1673Hm) in einer Zeit von 2:25h einen sehr guten 8. Platz von 57 Teilnehmern. Michael Steinle fuhr auf dem Speed Track (52km/1118Hm) auf Rang 28 in einer Zeit von 2:27h bei 77 Teilnehmern in seiner Altersklasse (Herren). Andreas Werner der im Marathon (80km/2188Hm) an den Start ging, fuhr die Distanz in 5:00h und belegte somit Rang 318 bei 413 Teilnehmer in der Altersklasse Senioren 2.
Eine Rundum gelungene Veranstaltung die jedes Jahr immer wieder Spaß macht!

Baden Württembergische Meisterschaften 2018 in Singen/Hohentwiel

Singen war dieses Jahr Austragungsort der Baden Württembergischen Meisterschaften im Einzelzeitfahren und im Straßenrennen. Vertreten waren wir mit unseren Seniorenfahrern Jürgen Leonhard, Daniel Heinzmann und unserem Elite-C Fahrer Federico Guagliani. Zudem waren Gabi Beißmann, Erwin Heinzmann und René Richter als Betreuer sowie moralische Unterstützung vor Ort. Samstag bei Sonne und heftigen Wind wurde so einiges an fahrerisches Können von den Athleten auf der welligen Zeitfahrstrecke abverlangt. Federico konnte im Zeitfahren über 20 Km der Elite Amateure A/B/C seine Form unter Beweis stellen. In der Endabrechnung bedeutete dies für Feddes ein Mittelfeldplatz, im Top besetztem Fahrerfeld. In den Seniorenklassen ging es über eine Distanz von 16 Km. Jürgen belegte in seiner Klasse einen hervorragenden 6.Platz und verfehlte lediglich um 23 Sekunden ein Podest Platz. Am nächsten Morgen ging es um 8 Uhr schon mit den Straßenentscheidungen auf einem 5,2 Km langen Rundkurs weiter. 11 Runden standen für unsere Fahrer Jürgen und Daniel auf der Anzeigetafel. Im Zeitabstand von 30 Sek. wurden die drei Seniorenklassen ins Rennen geschickt. Von Anfang an ging es zur Sache und man hatte als Beobachter von außen den Eindruck bei einem Ausscheidungsrennen zuzusehen. Von Runde zu Runde dezimierten sich die Felder. Daniel und Jürgen waren in Ihren Rennen stets auf Augenhöhe des Geschehens und erkämpften sich beide einen respektablen 11. Platz. An dieser Stelle möchten wir unseren befreundeten Fahrer Andreas Braun vom RV Badenia Linkenheim herzliche Glückwünsche zur erkämpften Meisterschaft im Straßenrennen der Seniorenklasse 4 aussprechen.